Donnerstag, 13. August 2009

persönlich, persönlich... 2

ich bin gerne hier! liebe männedörfler. wäre ich gläubig, würde ich sagen: gott hat mich hierher gesandt. glücklicherweise muss ich gott nicht dafür verantwortlich halten. es war eine rückversicherung. diese rückversicherung hatte ein paar häuser in höngg. gleiche seite, statt des zürichsees halt der limmat entlang. dort wohnten hund und ich, und fühlten uns eigentlich sehr wohl. wo man mit hund halt gehen kann!
dort passierte damals das gleiche, was hier an der glärnischstrasse bald passiert. die häuser werden! Und wenn sie jetzt merken, das mein satz nicht beendet ist, haben sie recht. der satz wird nicht beendet. weil männedorf ist...
und auch diesen satz beende ich nicht. weil ich will ja das beste für männedorf! dass die, inzwischen stadt, prosperiert! dass man hier wirklich glücklich leben kann... und glauben sie ja nicht, ich sei es ihnen nicht neidig! ich bin es ihnen neidig!
grossenteils wissen sie ja gar nicht, was sie haben. sie sind eingewanderte, haben sich eine bescheuerte eigentumswohnung gekauft, von irgend einem bescheuerten einheimischen, welcher das land seines vaters, und damit seinen vater und grossvater verkaufte. hinz oder kunts, ich könnte jetzt namen nennen, die ich gar nicht will. weil es ist nicht nötig, in fünf oder zehn jahren merken sie es selber, und ihre söhne sowie töchter auch.
kurzfristig profit gemacht, und dafür eine langgewachsene gemeinde geopfert. sieht es nicht so aus? und sieht es nicht überall so aus an der sogenannten goldküste?
ich kann woimmer! verehrtes publikum. mein abfallding kommt immer wohin! da könnte ich sogar ein serbisches städtchen finden.

ich kam 1979 an den zürichsee. rössli-stäfa, die beizen-genossenschaft. die gibt es nicht mehr, leider! viele veränderungen habe ich blos auf dvd gesehen, weil ich war dann mal weg. usa und so... ich habe den film "heimat" gesehen. ich war hier heimisch, und will es wieder werden...

Mittwoch, 12. August 2009

persönlich, persönlich...

na ja, wenn man sich dann so öffentlich darstellt, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man dann angegriffen wird. nicht wahr? mehrfach geschehen dieses jahr, und von vielen seiten.
wie schon mehrfach gesagt (hallo svp!), ich bin. ich bin papierschweizer, eingebürgert 1970 in buochs, kanton nidwalden, dort geboren, aufgewachsen und die schule besucht. staatenlos, bis ich zehn war. akademisches elternhaus, aber trotzdem eher schwierige kindheit. ich war ein schwieriges kind. habe in der schule versagt (nicht des lehrstoffes wegen), habe geklaut, drogen konsumiert, bin ausgerissen und ausgeflippt. alles was man sich so vorstellen kann. ich bin sexuell missbraucht worden, wobei damals in den siebzigern war das irgendwie der gesellschaft noch nicht sooo wichtig. es hat mir auch nicht schlecht getan. sexuell auf jedenfall nicht! ein ort, wo ich sexuell missbraucht wurde war meine kochlehrstelle. ich wurde zur kochlehre gedrängt, es war nichts anderes verfügbar damals, also tat ich es, und ich schlief dann halt auch mit dem salatkoch. der war einheimisch (aber nicht nur mit dem). kurt, hiess er, oder so, war alkoholiker, aber eben... einheimisch, hat mich jodeln gelehrt!
wir hatten damals viele saisoniers, aus damals jugoslavien. damals gab es ja noch keine unterschiede. jugoslave war jugoslave, tito war gross, und die sprache war dieselbe. und obwohl, ich auch balkanier, jedoch staatenlos, und mit deutscher stiefmutter, ohne tatsächliche mutter-, oder in dem fall eher vatersprache aufgewachsen, sondern nur hochdeutsch und mundart (die schaff ich übrigens heute noch und zwar: urner, nid- und obwaldner, berner, zürcher, basler, und einige so halbwegs, lernte einige brocken jugoslavisch. na ja, was man in der schweizer küche damals so gesprochen hat, und gelehrt kriegte.
"ich ficke deine mutter" beispielsweise. und die jugoslaven haben sich köstlich einen runtergelacht, nachdem man dieses sprachunding endlich aussprechen konnte. an und für sich nicht schlecht, nicht wahr? die siebziger waren noch immer für die sexuelle revolution. man liess sich von älteren frauen ficken, "the graduate" mit hofmann war in den kinos sowie "harold and maude". die mutter seines schulkameraden zu dingsbumsen war gar nicht so abwägig.

und heute werde ich fast zusammengeschlagen. genau deswegen. ich erkläre einem siebzehn, oder zwanzig-jährigen serben? kroaten? slovenier? bosnier? mazedonier? wasumgotteswillen? und welche religion bitteschön? was ich damals von seinem vater? grossvater vielleicht? an sprachdingsbums dort oben in dem innerschweizer hotel gelernt habe? der arme kerl flippt völlig aus. hasst mich. hallo integration?

die sexuelle revolution hat am eisernen vorhang halt gemacht. damit müssen wir uns wohl abfinden (ha-ha-ha). und die damaligen jugoslaven, die ja immer einen speziellen sozialismus veranstalten durften, durften wohl im ausland als saisoniers ficken, wie und was ihnen spass machte, im "inland" hingegen... was weiss ich... ich war ein junger dummer schöner damals. mit einem schönen arsch. ich konnte mich nicht wehren...

heute habe ich angst gekriegt. aber ich lass mich von meiner angst nicht abhalten. vorallem nicht von einem balkanesen wie auch ich einer bin. ich bin hier geboren und aufgewachsen. ich spreche perfekt züridütsch, hochdeutsch, englisch und französisch. mein lebensweg war nicht ganz perfekt. heute bin ich abfallküntsler. aber immerhin tu ich was?

morgen werd ich dann wohl erstochen..?

Montag, 10. August 2009

Grad mal eine Woche...

Grad mal eine knappe Woche liess ich mein Abfall-Dingsbums Zuhause stehen. Meinen Abfall-Zusammenklauber, den Greifer, das Ding. Und wissen sie was? Mein Dorf sieht Scheisse aus! Trotz Ferienzeit, kaum jemand hier, erster August ist auch schon länger her (am dritten, übrigens, war das Dorf wie herausgeputzt!), aber heute früh sah ich nur noch Dingsbümser, sprich Rot(t), Gelb, Grün, Blau, Weiss und Farbundefinierbares.
Berufskrankheit? Na ja...
Aber ab sofort wieder mit Greifzange und MehrZweckEinkaufstasche unterwegs...

Herzlich,
Ihr Abfall-Küntsler

Dienstag, 4. August 2009

schweine im weltall...

da staunt der laie... und der ex-koch wundert sich sowieso. weil, da hat doch scheins diese erste august party im entlisbergerwald bei zürich-wollishofen ein unrühmliches ende genommen. das schweinchen war vielleicht zu trocken.

danke tagesanzeiger.ch

die presse spricht von einem halben ferkel, dabei waren's drei viertel. vom apfel im maul der gebratenen kreatur, welcher dann noch angeschnitten und für nicht gut befunden wurde, redet überhaupt niemand. geschweige denn von den drei vollen reistafeln, oder sind's linsen, die uns da "entegenblintzen"? mit tomate, irgendwas mit frucht und safran, oder was anderes?

das wurde doch bestimmt im polizei-labor untersucht?

täterprofil: nicht jüdisch, nicht islamistisch. reis-liebhaber! oder linsen! bier nicht abgeneigt...

vorsicht: vielleicht satire!

der ganze tagi-artikel!

Samstag, 1. August 2009

Voll voll, Sie!


Männedorfs Berufsfischern gewidmet
punktum

sapperlott


liebe grüsse!

der tag ist doch noch wunderbar

reto gewidmet! (und meinem hund auch)

Aktuell aus Thun (Reduit und so ;-))

Herzlichen Dank! Herr Gartentor! Hier noch der Link.

1. August, 2009, keine Rede zum National-Feiertag

pressetext:

"Trittst im Morgenrock daher...

Als kleine, aber feine Zölibrierung des schweizerischen NationalFeierTages werden der Hund des Abfallküntslers sowie der Abfallküntsler himself (er selber..) in einigen wenigen Stunden und kurz nach dem MorgenGrauen

DIE Männedorfer TONNE FÜLLEN (hoffentlich bis zum Rand!)

Erstens mit Auslege-Ordnung, damit alles seine Richtigkeit hat. Weiss zu weiss, Rot zu rot, Gelb zu gelb, Orange zu orange, etcetera, pipa... und so... Sie wissen schon! Und es soll ja heiss werden heute? Zweitens (ich hasse so Aufzählungen!) werden wir versuchen ein Wappen daraus zu kreieren, welches wissen wir noch nicht. Drittens versuchen wir DIGITALE ABBILDER der ganzen Sh0w hinzukriegen. Ein ziemlich aufwändiges Unterfangen, wenn Sie mich fragen. So ganz zu Zweit im Morgenrot... und dann bei aufgehender Sonne..."

ende pressetext...

Der Abfallküntsler wünscht Ihnen einen schönen Feuertag. "Aber Hallo?", "Sapperlott!", und "Jesses!!"!

Freitag, 31. Juli 2009

1. August, 2009, Rede zum National-Feiertag

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch Nicht-Mitbürgerinnen, und Nicht-Mitbürger. Heute feiern wir alle zusammen den Schweizerischen National-Feiertag. Mit tschechischen Pauken und chinesischen Trompeten, deutschen Handorgeln, und einheimischen Jodelchörlis, nicht wenige in Trachten von sogenannt ausländischen Firmen eingekleidet, weil's halt doch billiger ist. Die wehenden rot-weissen Schweizerfahnen von den Fenstersimsen stammen vielleicht aus Indien oder Pakistan. Die Haut der gebrätelten Cervelats aus Uruguai, Argentinien oder Brasilien. Wo die Milch zur Herstellung des Bratkäses herstammt, dazu möchte ich mich nicht äussern. Wo das Getreide, welches für die Brotunterlage verwendet wird herkommt, wissen wir. 67%ig oder so aus einheimischen-Dingsbums-ähm-Getreide. Da fehlen uns 33 Prozent, sapperlott!
Wie macht das wohl MCDonalds? Und wieso komme ich übehaupt auf diese Firma? Ich weiss es nicht. Könnte wohl genausogut Nestlé sagen? Was ist denn eigentlich Nationalität? Hat es noch einen Sinn? Natürlich! Die Feuerwerks-Verkäufer sind sehr dafür, und dies zurecht. Nationalitätsfeiern lassen die Einnahmen in unerhörte Höhen krachen. Da will jeder dabei sein, wenn's kracht. Und wenn's kracht, dann kracht's! Dass da ausländische Kracher krachen, ist dann nebensächlich, nicht wahr?

In Männedorf ist gleichzeitig Dingsbums. "Chilbi", Volksfest (für meine Leser aus Freudenstadt). Finde ich gut. Ein Wochenende, alles erledigt, dann ist wieder Ruhe. Ausser dem Mega-Event in Zürich, das Wochenende darauf. Dingsbums-Parade...

Eigentlich wollte ich meine Rede hier beenden